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Hannes mit Enkelin


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Gedenkveranstaltung an die Pogrome vom 9. November vor 80 Jahren

1. Die Moorsoldaten – an der Gitarre: Bernd Albers, Vorsitzender des Gemeinderates der Probstgemeinde St. Gertrud; Gesang: Christel Sehrig

Christel Sehrig und Bernd Albers Christel Sehrig und Bernd Albers

2. Begrüßung : Felix Oekentorp, Vorsitzender Kuratorium Stelen der Erinnerung e.V.

Felix Oekentorp Felix Oekentorp

3. Moderation: Christoph Nitsch, stv. Vorsitzender Kuratorium Stelen der Erinnerung e.V

4. Rede: Andreas Halwer, Stadtarchiv Bochum (wg Erkrankung vorgetragen von Felix Oekentorp)

5. Lied: Ilja Berin, Mitglied der jüdischen Gemeinde Bochum/Herne/Hattingen

Ilja Berin

6. Gedicht: "Andre, die das Land so sehr nicht liebten" von Theodor Kramer (1897-1958), vorgetragen von Alina Röllke

Alina Röllke

7. Rede: Felix Lipski, Vorsitzender des Clubs „Stern der Holocaust-Überlebenden“, „Kinder im Ghetto“, Felix Lipski verbrachte seine Kindheit im Ghetto von Minsk

Felix Lipski Felix Lipski

8. Text zu Pittsburgh: vorgetragen von Christoph Nitsch

Christoph Nitsch

9. Verlesung der Liste der 87 Wattenscheider Bürger jüdischen Glaubens – Opfer der Shoa: Alina Röllke, Tobias Damjanov, Nadine Wagner und Burgis Bienert

Verlesung der Opferliste

10. Kaddisch-Totengebet

das Totengebet


Das Kuratorium Stelen der Erinnerung erinnerte an den Geburtstag von Betti Hartmann

19.2.2018

19.2.2018

Der Wattenscheider Verein Stelen der Erinnerung beging am 19. Februar 2018 den 91.Geburtstag von Betti Hartmann. Betti Hartmann wurde als 15jährige in Auschwitz ermordet. Sie war damit die jüngste Wattenscheiderin jüdischen Glaubens, die von den Nazis ermordet wurde. Die Erinnerung muss das Vergessen besiegen, und so wird es auch weiterhin in Wattenscheid Gedenkveranstaltungen zu den unvorstellbaren Verbrechen geben.


27. Januar - Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Heute erinnern an Auschwitz heißt: Entschieden handeln gegen rechts!

Der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am 27. Januar wurde im Jahr 2005 von den Vereinten Nationen zum Gedenken an den Holocaust und den 60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau eingeführt.

Am 27. Januar 2018 jährt sich die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee zum 73. Mal.

Auschwitz ist das Synonym für den Massenmord der Nazis an den europäischen Juden. Auschwitz ist Ausdruck des Rassenwahns und das Kainsmal der deutschen Geschichte.

Der 27. Januar ist kein Feiertag im üblichen Sinn. Er ist ein "DenkTag": Gedenken und Nachdenken über die Vergangenheit schaffen Orientierung für die Zukunft.

Und er ist ein Tag des Handelns: Heute unternehmen rechte Kräfte Anstrengungen, die Verbrechen der Nazis zu entschuldigen und zu verharmlosen. Deshalb bekräftigen wir den antifaschistischen Konsens unseres Landes :

Nie wieder Faschismus! - Nie wieder Krieg!

Das Kuratorium Stelen der Erinnerung ruft auf zur Teilnahme am gemeinsamen Gedenken mit dem Bochumer Bündnis gegen Rechts und Antifaschistischen Gruppen und Initiativen in Bochum auf dem Husemannplatz am Samstag den 27.1.2018 um 14:00 Uhr.


Hannes Bienert

Für einen Hannes Bienert Friedenspark

Der Park am Ehrenmal braucht einen Namen der verbunden ist mit dem unermüdlichen Mahnen gegen Krieg und Faschsmus, dem konsequenten Eintreten für die unschuldigen Opfer von Gewalt und Massenmord. Darür steht der Name Hannes Bienert. Gestorben ist er im Alter von 87 Jahren in der Nacht zum 28. Oktober 2015. Bis zuletzt war er aktiv im Sinne des Schwurs von Buchenwald „Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg“. Hannes war Gründer und Sprecher der Antifa Wattenscheid, er war dem das Gedenken an die 87 ermordeten Wattenscheider jüdischen Glaubens zu verdanken ist. Vor 25 Jahren erstmals, legte er zusammen mit anderen am Nivellesplatz einen Kranz nieder – das Bezirksparlament dachte seinerzeit noch nicht daran, der Opfer von Krieg und Faschismus zu gedenken. Diese Kranzniederlegung am 9. November 1990 war gleichzeitig die Gründung der Antifa Wattenscheid, für die Hannes Gesicht und Motor war. Er konnte motivieren und integrieren, ermutigen und überzeugen. Und wenn es um die richtige Sache ging, dann war er unermüdlich und voll dabei.

Schon als 20jähriger trat Hannes der später verbotenen KPD bei, er gründete nach deren Verbot die Sozialistische Studiengemeinschaft, er war lange aktiv in der Internationale der Kriegsdienstgegner, war Gründer und zeitweise Vorsitzender der Wattenscheider Ortsgruppe der Deutschen Friedensunion, er war Vorsitzender einer Initiative gegen den Vietnamkrieg und der Aktion Demokratischer Fortschritt, und er war Mitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten.

Hannes war einer der Mitbegründer des Ostermarsch Ruhr, und der Stopp an der Wattenscheider Friedenskirche war uns immer ein besonderes Anliegen, in den letzten Jahren durch einen Abstecher zu den Stelen am Nivellesplatz ergänzt. Diese Stelen waren eines seiner Lebenswerke. Hannes hat diese Stelen trotz Haushaltssperre im Rat durchgesetzt, mit seiner ihm eigenen Sturheit hat er dafür gesorgt, dass bürgerschaftliches Engagement keine leere Phrase sein muss. Diese Stelen sind sein Vermächtnis, sie sind nicht im Besitz der Stadt sondern sein Privateigentum. Und als Schüler ihm aus Auschwitz die Todesurkunde von Betti Hartmann, eine der 87 vom NS-Regime ermordeten jüdischen Wattenscheider Menschen mitbrachten, da fügte er diesem Lebenswerk der 3 Stelen noch ein weiteres hinzu: Seinem Engagement ist es zu verdanken, dass das Wattenscheider Parlament gegen das Votum der Stadtverwaltung den Platz vor dem Rathaus umbenannten in Betti Hartmann Platz.

Unterschriftenlisten für den Hannes Bienert Friedenspark zum Download hier

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